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Vortrag 9

Professor Martin Reisigl

Institut für Sprachwissenschaft
Universität Wien
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Eine diskurs- und ökolinguistische Fallstudie zur medialen Berichterstattung über „Verkehrsunfälle“

Der Klimawandel ist eines der brisantesten Probleme der Gegenwart, und der öffentliche automobile Individualverkehr hängt ursächlich mit dieser Problematik zusammen. Die Art, wie über den öffentlichen Individualverkehr in Mediendiskursen aus einer autozentrierten Perspektive gesprochen und geschrieben wird, trägt weniger zur Lösung als zur Fortschreibung der Problematik bei. Diese autozentrierte Perspektive wird im Vortrag am Beispiel der Berichterstattung über „Verkehrsunfälle“ in österreichischen Tageszeitungen kritisch reflektiert.

Das Thema des Vortrags legt eine thematische Verschränkung von Kritischer Diskursanalyse und Ökolinguistik nahe. Der Vortrag versteht sich als Vorschau auf ein von der Stiftung Mercator Schweiz und der Stiftung Mercator in Deutschland gefördertes Forschungsprojekt, in dem ein interdisziplinäres Team von drei Linguist:innen, einem Politikwissenschaftler und einem Journalisten zusammenarbeiten. Darin geht es um den Versuch, aus anwendungsbe­zo­gener diskurs- und ökolinguistischer Perspektive einen Sprachkompass für die mediale und polizeiliche Berichterstattung über Straßenverkehr und insbesondere über „Verkehrsunfälle“ zu erstellen (https://sprachkompass.ch).

Der Vortrag gliedert sich in vier Teile. Im ersten Teil wird die Relevanz des Themas dargelegt. Es wird aufgezeigt, dass unsere Gesellschaft nach wie vor stark von Automobilität geprägt ist, dass die gesundheitlichen und ökologischen Risiken und Schäden, die der automobile Massenverkehr mit sich bringt, allerdings von vielen stillschweigend akzeptiert werden, was nicht zuletzt an der affirmativen autozentrierten Haltung liegt, die in der medialen Berichterstattung vorherrscht.  Zweitens wird der theoretische und methodische Zugang skizziert. Er verbindet pragmatisch fundierte mit ökolinguistisch orientierter Kritischer Diskursanalyse. Der dritte Teil widmet sich sprachlichen Besonderheiten in der medialen österreichischen Berichterstattung über Kollisionen im Verkehr und fokussiert in diesem Zusammenhang sowohl bad practices als auch good practices. Am Ende wird ein kurzes Fazit gezogen.

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